| Geschichte der Koperationen |
1838 |
Eine Sonderrolle spielen die Stiftsverbindungen in Tübingen. Die Angehörigen des evangelischen Stifts, der Tübinger Theologenanstalt, gründen korporative Zusammenschlüsse in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. |
1844 |
Der konfessionelle Zusammenschluß „Wingolfbund“ wurde 1844 gegründet. Weitere christliche Studentenvereine und katholische Studentenverbände, wie der farbentragende „Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen“ (CV), der nicht farbentragende „Kartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen“ (KV) und der „Unitasverband der wissenschaftlichen katholischen Studentenverein" (UV) gliedern sich ebenfalls in Korporationen auf. |
1848 |
Mit den revolutionären Bewegungen des Jahres 1848 und der Eröffnung der Deutschen Nationalversammlung am 18. Mai 1848 in Frankfurt am Main kommt es zur Einführung der gesetzlich geregelten „unbeschränkten Vereinsfreiheit“. Damit wird ausdrücklich das Verbot der studentischen Vereinigungen aufgehoben. In der Folgezeit tritt eine Vielzahl von studentischen Verbindungen aus dem Untergrund an die Öffentlichkeit, weitere studentische Verbindungen gründen sich neu, wobei diese die geschichtlich gewachsenen Ideen und Vorstellungen der verschiedenen Vorläufer wieder aufnehmen. |
1855 |
Die Corps schließen sich 1855 zum „Kösener-Senioren-Convents-Verband“ (KSCV) zusammen und führen 1859 die Pflichtmensur ein. |
1863/75 |
An den technischen Hochschulen bilden die Corps 1863 einen eigenen Dachverband, der sich ab 1875 „Weinheimer-Senioren-Convent“ (WSC) nennt. |
1868/1908 |
Die Landsmannschaften schließen sich 1868 zu einem Dachverband zusammen, der sich ab 1908 „Landmannschafter Convent" (LC) nennt. |
1881 |
Die Burschenschaften schließen sich 1881 in der „Deutschen Burschenschaft" (DB) zusammen. |
1881 |
Parallel dazu entstehen an den Universitäten aus dem nach 1848 immer stärker werdenden Ruf nach Gründung eines deutschen Reiches Vereine deutscher Studenten, die sich 1881 im „Verband der Vereine deutscher Studenten" (VDST) zusammenschließen. |
04. August 1872/1885 |
Der „Vertreter Convent der Turnerschaften" (VC) wird als „Cartellverband“ (CV) gegründet und 1885 in VC umbenannt. |
1901 |
Aus den etwa gleichzeitig an den einzelnen Universitätsstädten entstehenden akademischen Liedertafeln und Gesangsvereinen entwickelt sich 1901 die „Deutsche Sängerschaft" (DS). |
1935 |
Ab 1935 findet das Korporations- sowie das Verbandsleben aus Gründen der sogenannten Gleichschaltung des Korporations- sowie des Verbandslebens ein diktatorisches Ende. |
1951 |
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründen sich die einzelnen Verbände wieder neu. 1951 schließen sich der „Landsmannschafter Convent“ und der „Vertreter Convent der Turnerschaften“ zum „Coburger Convent der Landsmannschaften und Turnerschaften an deutschen Hochschulen" (CC) zusammen. |
1971 |
1971 treten 15 Turnerschaften aus dem CC aus, da sie sich für die Abschaffung der Pflichtmensur aussprechen. 13 der 15 ausgetretenen Turnerschaften gründen den „Marburger Konvent studentischer Verbindungen". |

